Osteopathie im Therapiezentrum am Fuchsberg

Die Osteopathie ist eine ganzheitliche Therapieform, deren Ziel ist, Bewegungseinschränkungen zu diagnostizieren und mithilfe manueller Techniken zu beheben, damit die Struktur wieder frei beweglich ist und der Körper sein Gleichgewicht wiederfinden kann.

Es gibt vier Prinzipien, die von Dr. A.T. Still (1828-1917), dem Begründer der Osteopathie, aufgestellt wurden:

  1. Der Körper ist eine Einheit, in der die Anatomie und Physiologie voneinander abhängig sind.
  2. Der Organismus ist in guter Funktion, wenn alle seine Bereiche mit guter Flüssigkeitszufuhr (Blut, Lymphe) versorgt werden. Ist die Zufuhr gehemmt, wird die Funktion von Organen, Gelenken, Muskeln, etc. schwächer und gestört. Es kann zu Infektionsherden kommen.
  3. Alle Körpersysteme ( parietal= knöchern, visceral= organisch, craniosakral= Schädel, Kreuzbein, Hirnhäute und -Flüssigkeit) bilden eine physiologische Einheit.
  4. Bei gesunder Struktur und normalem Blutkreislauf wird eine Krankheit nicht Fuß fassen können = Selbstregulationsfähigkeit des Körpers. Ist der Körper bei der Selbstregulation überfordert, beginnt er zu dekompensieren.

Bei einer osteopathischen Behandlung werden demnach niemals nur einzelne Beschwerden betrachtet bzw. behandelt, sondern immer der Mensch in seiner Gesamtheit. Dies geschieht ohne Hinzunahme von Medikamenten.

Nach derzeitiger Rechtslage gilt die Osteopathie in Deutschland als Heilkunde, die dementsprechend nur von Ärzten oder Heilpraktikern ausgeübt werden darf.

Wobei kann Osteopathie helfen?

Es gibt drei Körpersysteme, in denen behandelt wird:

1. Craniosakrales System
Umfasst die Behandlung an den Schädelknochen, dem Kreuzbein, der Wirbelsäule und dem Zentralen Nervensystem. Besonders wirksam ist die Craniosakral- Therapie z.B. bei:

- Schwindel
- Kopfschmerzen und Migräne
- Ohrgeräuschen (Tinnitus)
- Chronische Nackenschmerzen
- Schmerzen im Iliosakral- Gelenk
- Erhöhtem Augendruck (Glaukom)
- Kiefergelenksbeschwerden
- Beschwerden nach Zahn- Extraktionen

- Säuglingen nach Geburtstraumata (z.B. Kaiserschnitt, sehr lange Geburt, Beckenendlage)

- Säuglingen mit Schiefhals, einseitiger Kopfhaltung, Trinkschwäche, Stillschwierigkeiten mit Bauchkrämpfen, Schreibabys
- Kindern mit motorischen Entwicklungsverzögerungen
- Koordinationsstörungen
- Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS)
- uvm.

2. Parietales System

Umfasst die Untersuchung und Behandlung des Bewegungsapparates, wie Knochen, Gelenke, Muskeln und Bänder. Es werden Blockaden der Gelenke und Verspannungen der Muskeln gelöst, Spannungszustände oder Verklebungen im Bindegewebe erkannt und behandelt. Wirksam bei:

- jeglicher Art von akuten und chronischen Schmerzen in sämtlichen Gelenken
- Schulter- Arm- Syndrom
- Blockaden im ISG
- Schmerzen nach Operationen

- Wirbelsäulenerkrankungen
- Ischiasschmerzen
- Schmerzen infolge von Sportverletzungen oder Unfallfolgen
- Haltungsschäden
- uvm.

3. Viszerales System

Umfasst die Untersuchung und Behandlung der Inneren Organe und ihre umgebenden Strukturen. Ziel ist deren freie Beweglichkeit im Bauch- und Brustraum wiederherzustellen. Wirksam bei:

- chronische Verdauungsbeschwerden
- Magen-Darm-Beschwerden
- Menstruationsbeschwerden
- Inkontinenz, Beckenbodenschwäche
- Funktionelle Probleme von z.B. Magen, Leber, Galle, Niere, Blase,
Gebärmutter und Eierstöcken

- Probleme mit Narbengewebe und Verwachsungen
- organbedingte Rücken- und Schulterschmerzen
- Unfruchtbarkeit
- Prostatabeschwerden
- Organsenkungen
- uvm.

Ablauf

Die Osteopathische Behandlung besteht aus einer ausführlichen Anamnese, also einer Befragung der Krankheitsvorgeschichte, nachfolgend von einer ebenso sehr ausführlichen Untersuchung aller Strukturen. Hier werden verschiedene Bewegungstests durchgeführt, sowie manuelle Untersuchungen, also Tastuntersuchungen. Anschließend erfolgt die individuelle Behandlung des Patienten. Eine osteopathische Behandlung dauert zwischen 45 und 60 Minuten.